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Sonne
Totale Sonnenfinsternis USA, 21.08.2017
© Nightskyphoto.ch by SMH 2017
Bild 2: Weich verarbeitetes Komposit mit 9 Einzelbildern und unterschiedlicher Belichtung (1/2500s bis 1/2s),
entspricht am ehesten dem visuellen Eindruck :
Bild 3: Aggressiver bearbeitetes Komposit aus 10 Einzelbildern und unterschiedlicher Belichtung (1/2500s bis
2.5s), Belichtungsumfang gut 12 EV, hier sind die Magnetfeldlinien sehr deutlich sichtbar.
The Great American Eclipse - die Korona während der Totalität
Der äussere Bereich der Sonnenatmosphäre, Korona genannt, besteht aus einem nahezu vollständig ionisierten
Plasma und ist mit typischerweise einigen Millionen Kelvin deutlich heißer als die unterhalb liegenden Schichten
der Sonne, die Chromosphäre und die Photosphäre, die als eigentliche Oberfläche der Sonne gilt (dort herrscht
nur eine Temperatur von etwa 6000 Kelvin). Die Form wird durch die aktuelle Aktivität respektive das dabei
resultierende Magnetfeld bestimmt. Die Magnetfeldlinien sind selbst visuell gut sichtbar. Die Korona besitzt einen
enormen Kontrastumfang und ist visuell eigentlich am schönsten erfassbar. Fotografisch kann nur durch
Überlagerung mehrerer unterschiedlich belichteter Bilder die Struktur und Ausdehnung gezeigt werden.
Ich habe hier trotzdem nicht alle Informationen in einem Bild dargestellt sondern zeige 4 unterschiedliche Sichten,
welche für sich alleine betrachtet meiner Meinung nach schöner anzusehen sind.
Bild 1: Komposit aus 8 kurzbelichteten Aufnahmen (1/2500s - 1/500s), welches die innersten Bereiche der Korona
aufzeigt. Interessant sind hier u.a. die Magnetfeldlinien bei den Protuberanzen :
Bild 4: Komposit aus 8 langbelichteten Aufnahmen mit 0.5 bis zu 2.5s Belichtungszeit. Hier treten jetzt sehr deutlich
die Strukturen des Mondes hervor, welcher die Sonne bedeckt (ja, er ist es tatsächlich!).
The Great American Eclipse - die Phase kurz vor bis kurz nach der Totalität
Animation der Phasen Diamantring, Perlschnur, Chromosphäre, Protuberanzen und Totalität:
In den letzten 10 Sekunden vor der Totalität ändert sich das Licht dramatisch, das letzte Aufblitzen von
Sonnenstrahlen durch Mondebenen, auch als Diamantringeffekt bezeichnet und dann dar rasend
schnelle Lichtabfall lassen einem den Atem anhalten. Wenige Sekunden später leuchtet dann die Korona in ihrer
beeindruckenden Schönheit und auch Protuberanzen sind erkennbar. Wow!
Hier einige Phasen noch als Panel dargestellt:
The Great American Eclipse - die partiellen Phasen
Eine Sonnenfinsternis dauert normalerweise gut 2.5 Stunden. Zuerst schiebt sich der Mond bis zur Totalität ganz
langsam vor die Sonne und wandert dann weiter bis er letztendlich die Sonne vollständig verlässt -
das seltene Spektakel findet dann ein Ende.
Die Kontaktzeiten (Ortszeit) an meinem Beabchtungsort in Prineville/Oregon waren wie folgt:
Beginn der partiellen Phase:
09:06
Beginn der Totalität:
10:20
(Totalitätsdauer 1 Minute 46 Sekunden)
Ende der partiellen Phase:
11:41
The Great American Eclipse - einige Stimmungsaufnahmen
Zum Schluss noch einige Stimmungsaufnahmen vom Beobachtungsort in Oregon, der Winedown Ranch in
Prineville.
The Great American Eclipse - Link zum Blog der Sonnenfinsternis-Reise
Die Reise zur Sonnefinsternis war von Eclipse-Reisen bestens organsiert und unter der Leitung des bekannten
Fotografen und Astrofotografen Stefan Seip, welcher uns viel Aspekte der Fotografie allgemein und der
Sonnenfinsternis im Speziellen beigebracht hat. Davon konnte selbst ich als “alter Hase” noch profitieren, vielen
Dank lieber Stefan! Unsere Reisegruppe bestand aus 22 Personen plus Leitung und verlief sehr harmonisch, was
sich auch darin zeigte, dass die Gruppe während der Totalität zusammenblieb.
Stefan Seip hat zur Reise auch einen spannenden Blog angelegt, welcher hier aufgerufen werden kann.
Viel Spass beim Lesen.
Sonnenaufgang, Geräte werden eingerichtet
Ich bin installiert
Equipment: Borg 71 FL mit 1.4x Konverter und
560mm Brennweite, Kenko Mount, Fuji X-T2,
Panasonic FZ-1000 für Video der Totalitätsphase
Panorama-Aufnahme unseres Beobachtungsortes
Schattenspiele
Nicht jeder hatte dieselben Ansprüche an seine Aufnahmen und brachte deshalb unterschiedliche Ausrüstungen mit.
In den folgenden 4 Bildern zum Ende der Totalität sieht man deutlich wie der Mondschatten
von rechts nach links wegzieht.
Glück hatten wir, dass das Flugzeug unten an der Sonne durchflog, das wäre ein Desaster gewesen, wenn es
genau die Sonne “getroffen” hätte! Uff...
Deutlich sichtbar sind leider auch feine Rauchwolken, welche die Schärfe der Bilder leicht beeinträchtigten, aber
trotzdem, wir hatten Wetterglück und konnten die Finsternis sehr schön verfolgen - Dank an Petrus!
Hier noch eine Fish-Eye Aufnahme von Stefan Seip während der Totalität, er steht oben rechts, am unteren
Bildrand bin ich zu sehen, dahinter steht der bekannte Wissenschaftsjournalist Daniel Fischer von der Zeitschrift
“Abenteuer Astronomie”.
The Great American Eclipse - Sonnenflecken und auf Wiedersehen !
Nachdem es längere Zeit hiess “the sun is blank” bildeten sich kurz vor dem Finsternistag noch einige schöne
Sonnenflecken, welche zusammen mit dem Mondschatten nette Sujets hergaben. Hier drei Beispiele (auf Bild
klicken für grosse Ansicht). Im letzten Bild verabschiedet sich der Mond von der Sonne - dies um 11:41 Ortszeit.
Bye, bye it was amazing!
Bild 5: Kreative Kombination mehrerer Sichten der Korona
Die schönen Protuberanzen optimal dargestellt: